| GF98.00-P-2020A | Kathodische Tauchlackierung Allgemein | 28.11.06 |
| |||
| Kathodische Tauchlackierung (KTL)
Funktionsprinzip KTL A Kathode (Karosserie, Transportgestell) B Anode C Positiv geladene Lackpartikel |
![]() | |
| P98.00-0772-12 |
| Die kathodische Tauchlackierung (KTL) ist die Basis für einen dauerhaften Korrosionsschutz, in Verbindung mit Füller und Decklackierung.
Bei der KTL werden die phosphatierten Karosserien und Anbauteile in ein Tauchbecken mit wasserverdünnbarer Grundierung abgesenkt. Durch das im speziellen Winkel festgelegte Eintauchen der Karosserien (und dem sogenannten Lochbild der Karosserien) werden Luftblasen in Hohlräumen vermieden und eine optimale Hohlraumbeschichtung gewährleistet. Zwischen Karosserie und Tauchbecken wird ein elektrisches Feld erzeugt. Die positiv geladenen Lackpartikel (Anode) lagern sich an der negativ geladenen Karosserie (Kathode) ab. |
Die Abscheidespannung und Beschichtungsdauer (Verweilzeit im Tauchbecken) sind so gewählt, dass auf der Karosserie und in deren Hohlräumen ein gleichmäßiger Lackfilm entsteht. Nach dem Ausfahren der Karosserie aus dem Becken wird das lose anhaftende Grundiermaterial mit Ultrafiltrat und vollentsalztem Wasser (VE-Wasser) abgespült. Der besondere Vorteil einer kathodischen Tauchlackierung liegt in der gleichmäßigen Beschichtung auch an schwer zugänglichen Stellen wie Hohlräumen, Ecken und Kanten.
Auf gesundheitsschädliche, umweltschädigende Lösungsmittel kann bei diesem Verfahren weitestgehend verzichtet werden. |
| Inhaltsverzeichnis Lackierung/Korrosionsschutz Serienfertigung | GF98.00-P-0991A |